Behandlungsbereich
Körperchirurgie in Zürich
Körperchirurgie ist kein einzelnes Verfahren, sondern die Antwort auf sehr unterschiedliche Befunde. Lokale Fettdepots, Hautüberschuss, eine erschlaffte Bauchwand, Gewebeveränderungen nach Schwangerschaften und Veränderungen nach einer Gewichtsabnahme verlangen jeweils ein anderes Vorgehen — und lassen sich nicht mit demselben Eingriff behandeln.

Welches Problem soll gelöst werden?
Die Wahl des Verfahrens folgt aus dem Befund, nicht aus dem Wunschbild.
- An einzelnen Stellen bleibt Fett bestehen, obwohl mein Gewicht stabil ist
- Nach Schwangerschaften hat sich meine Bauchdecke verändert
- Nach einer Gewichtsabnahme ist Haut übrig geblieben
- Meine Bauchmuskulatur fühlt sich in der Mitte auseinandergewichen an
- Die Haut an den Oberarmen ist erschlafft
- Meine Körperkontur wirkt unabhängig von Sport unverändert
In der Untersuchung werden vier Ebenen getrennt beurteilt: die Fettverteilung, die Menge und Qualität der Haut, die Spannung der Bauchwand und die Stabilität des Gewichts. Erst daraus ergibt sich, ob eine Konturierung genügt, ob Haut entfernt werden muss oder ob beides sinnvoll kombiniert wird.
Liposuktion
Konturierung lokaler Fettdepots bei guter Hautelastizität.
Die Liposuktion verändert die Verteilung des Unterhautfetts an umschriebenen Stellen. Sie ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion und strafft die Haut nicht. Bei guter Hautelastizität und stabilem Gewicht kann sie die Kontur deutlich beeinflussen.
Bauchdeckenstraffung
Hautüberschuss und erschlaffte Bauchwand nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme.
Die Bauchdeckenstraffung entfernt überschüssige Haut und kann, wenn nötig, eine auseinandergewichene gerade Bauchmuskulatur (Rektusdiastase) wieder annähern. Sie hinterlässt eine bleibende Narbe im Unterbauch und wird nur erwogen, wenn Haut oder Bauchwand tatsächlich betroffen sind.
Oberarmstraffung
Wenn Haut am Oberarm überschüssig ist und sich nicht zurückbildet.
Bei erschlaffter Haut am Oberarm — häufig nach Gewichtsabnahme oder altersbedingt — kann eine Straffung mit Hautentfernung erwogen werden. Sie hinterlässt eine längere Narbe an der Arminnenseite, deren Sichtbarkeit ehrlich mitbesprochen werden muss.
Körperkonturierung nach Gewichtsabnahme
Mehrere Regionen, mehrere Schritte, ein zeitlicher Plan.
Nach ausgeprägter Gewichtsabnahme, ob durch Ernährung, Bewegung, Medikamente oder bariatrische Chirurgie, bleibt häufig Haut an mehreren Regionen zurück: Bauch, Flanken, Oberarme, Oberschenkel, Brust. Voraussetzung für eine Planung sind ein über mehrere Monate stabiles Gewicht und ein ausreichender Ernährungszustand.
In der Regel wird nicht alles in einer Sitzung behandelt. Reihenfolge und Abstände richten sich nach Belastbarkeit, Operationsdauer, Erholungszeit und der Frage, welche Region im Alltag am meisten stört.
Kombinationseingriffe
Liposuktion und Hautentfernung ergänzen sich häufig: Fett wird konturiert, Haut wird entfernt. Ob beides in einer Sitzung sinnvoll ist, hängt von Ausdehnung, Durchblutung des Gewebes, Operationsdauer und Vorerkrankungen ab. Grössere Kombinationen erhöhen die Belastung und die Rate an Wundheilungsstörungen.
Entscheidend ist nicht, möglichst viel in einem Eingriff zu erledigen, sondern ein Vorgehen mit vertretbarem Risiko und planbarer Erholung.
Wenn eine Liposuktion nicht genügt
Die Liposuktion entfernt Fett, nicht Haut. Ist die Hautelastizität eingeschränkt, bestehen Dehnungsstreifen, eine Hautschürze oder ein deutlicher Überschuss, führt eine alleinige Fettabsaugung häufig zu einer schlafferen, nicht zu einer glatteren Kontur.
Auch eine erschlaffte Bauchwand lässt sich durch Absaugen nicht beeinflussen. Wölbt sich der Bauch trotz schlanker Statur vor, liegt die Ursache oft in der Bauchwand und nicht im Fett.
Wann Haut entfernt werden muss
Eine Hautentfernung wird erwogen, wenn Haut in Ruhe überschüssig ist, sich in Falten legt, scheuert oder zu Hautirritationen führt — und wenn sich daran durch Training oder Zeit nichts mehr ändert. Der Preis ist immer eine Narbe; ihre Länge und Lage werden vor der Operation genau besprochen.
Beratung
Zur Untersuchung gehören die Beurteilung von Haut, Fettverteilung und Bauchwand im Stehen und Liegen, die Gewichtsentwicklung der letzten Monate, Vorerkrankungen, Medikamente, Rauchverhalten, Thromboserisiko und die Frage nach künftiger Familienplanung.
Beratung, Operation und Nachkontrollen erfolgen persönlich durch die jeweils behandelnde Fachärztin bzw. den behandelnden Facharzt.
Erholung
Nach konturierenden Eingriffen stehen Schwellung, Druckgefühl und Kompressionstherapie im Vordergrund; nach hautentfernenden Eingriffen zusätzlich Wundheilung, eingeschränkte Belastbarkeit und in einzelnen Fällen Drainagen.
Frühe, kurze Spaziergänge sind Teil der Thromboseprophylaxe. Sport wird gestaffelt und nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen. Die endgültige Kontur zeigt sich meist erst nach mehreren Monaten.
Narben
Jede Hautentfernung hinterlässt eine bleibende Narbe. Ihre Lage wird so gewählt, dass sie von Unterwäsche oder Kleidung verdeckt werden kann; ihre endgültige Qualität ist individuell und über Monate veränderlich. Narbenpflege und Sonnenschutz beeinflussen den Verlauf, garantieren ihn aber nicht.
Risiken
Allgemeine Risiken
Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung, Serom, Thrombose und Embolie sowie Risiken der Narkose.
Verfahrensspezifische Risiken
Konturunregelmässigkeiten und Asymmetrien nach Liposuktion, Wundrandheilungsstörungen und Sensibilitätsveränderungen nach hautentfernenden Eingriffen.
Grenzen
Weder Symmetrie noch eine bestimmte Kontur oder Narbenqualität lassen sich zusichern. Eine Nachkorrektur kann nötig werden und wird frühestens nach abgeschlossener Heilung besprochen.
Entscheidungshilfen und Beiträge
Eingriffe im Bereich Körper
Behandelnde Ärztinnen und Ärzte
- Dr. med. Michael W. PayneFacharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
- Dr. med. Dr. Phil. Annemarie NijboerFachärztin für Chirurgie
Eine gute Entscheidung beginnt mit einem Gespräch.
Das Erstgespräch dient der Klärung, nicht dem Verkauf. Es endet nicht zwingend mit einem Operationstermin — oft mit der Erkenntnis, dass ein anderer Weg oder gar kein Eingriff der richtige ist.
Ablauf der Beratung
- 01
Gespräch
Wir hören zu: Anliegen, Vorgeschichte, Erwartungen und was Sie an sich verändert sehen möchten.
- 02
Untersuchung
Eine sorgfältige klinische Untersuchung und Beurteilung der anatomischen Ausgangslage.
- 03
Optionen
Mögliche Verfahren, Alternativen, Grenzen und Risiken — verständlich und ohne Zeitdruck erklärt.
- 04
Bedenkzeit
Sie entscheiden in Ruhe. Offene Fragen können in einem weiteren Gespräch geklärt werden.
Beratungstermin anfragen
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten. Unser Praxisteam ruft Sie während der Praxiszeiten zurück, um einen Beratungstermin in der Klinik Selnau zu vereinbaren.
