Verfahren · Revisionschirurgie
Brustimplantatwechsel in Zürich
Bei einem Implantatwechsel wird ein bestehendes Implantat entfernt und durch ein neues ersetzt — häufig verbunden mit einer Korrektur der Implantattasche, der Kapsel oder der Gewebeposition. Anlass sind Beschwerden, Form- oder Lageveränderungen, ein Implantatdefekt oder ein verändertes Zielbild. Der Zeitpunkt ergibt sich aus dem Befund, nicht aus dem Alter des Implantats.
Beratung und Operation erfolgen bei Dr. med. Michael W. Payne oder Dr. med. Dr. Phil. Annemarie Nijboer in der Klinik Selnau, Zürich.
Gründe für einen Wechsel
Das Alter allein ist kein Grund
Ein beschwerdefreies, unauffälliges Implantat muss nicht nach einer bestimmten Anzahl Jahre ersetzt werden. Massgeblich sind Befund und Beschwerden.
Veränderter Grössenwunsch
Wünsche verändern sich. Sowohl eine Verkleinerung als auch eine Vergrösserung ist möglich, jeweils begrenzt durch Hautmantel, Gewebedicke und Brustbreite.
Veränderte Brustform
Gewebe und Haut verändern sich über die Jahre. Das Implantat bleibt gleich, die Umgebung nicht — daraus entstehen Formveränderungen, die eine Anpassung sinnvoll machen können.
Implantatverschiebung
Ein Implantat kann nach unten, seitlich oder zur Mitte wandern. Ursache ist meist eine zu weite oder geschwächte Implantattasche.
Kapselfibrose
Jeder Körper bildet um ein Implantat eine Kapsel. Verdickt und schrumpft sie, entstehen Verhärtung, Formveränderung und mitunter Schmerzen. Ausprägung und Vorgehen werden individuell beurteilt.
Implantatdefekt
Ein Defekt kann unbemerkt bleiben und wird häufig erst durch Bildgebung erkannt. Bei Verdacht wird eine Abklärung veranlasst.
Rippling
Sicht- oder tastbare Wellen entstehen vor allem bei dünnem Weichteilmantel. Lagewechsel, Implantatwahl oder ergänzender Eigenfetttransfer können den Befund verbessern, ihn aber nicht sicher beseitigen.
Asymmetrie
Seitenunterschiede können neu entstehen oder deutlicher werden.
Nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme
Volumen und Hautmantel verändern sich; das Implantat passt dann unter Umständen nicht mehr zum umgebenden Gewebe.
Nach früherer Straffung mit Implantat
Bei kombinierten Voroperationen sind Narbenverhältnisse und Durchblutung besonders sorgfältig zu beurteilen; das Vorgehen wird entsprechend zurückhaltender geplant.
Untersuchung und Beurteilung
Implantattasche
Beurteilt werden Weite, Begrenzung und Stabilität der Tasche sowie die Frage, ob eine Verengung oder eine neue Taschenebene notwendig ist.
Kapsel
Dicke, Verkalkung und Verhärtung der Kapsel bestimmen, ob sie belassen, teilweise oder vollständig entfernt wird.
Implantatlage
Vor, teilweise unter oder unter dem Brustmuskel — ein Lagewechsel kann bei Rippling, Verschiebung oder wiederholter Kapselfibrose erwogen werden.
Haut- und Weichteilqualität
Dicke und Elastizität des Weichteilmantels bestimmen, was ein Implantat tragen und verbergen kann.
Vorbefunde
Implantatpass, Operationsberichte und vorhandene Bildgebung sind für die Planung wichtig.
Mögliche Vorgehensweisen
Wechsel allein
Bei stabiler Tasche, unauffälliger Kapsel und guter Gewebeposition.
Wechsel mit Taschenkorrektur
Verengung, Verstärkung oder Neuanlage der Tasche bei Verschiebung oder unscharfer Begrenzung.
Wechsel mit Straffung
Sinnvoll, wenn zusätzlich zur Implantatfrage die Gewebeposition verändert werden soll. Der kombinierte Eingriff ist aufwendiger und belastet die Durchblutung stärker.
Wechsel mit Eigenfetttransfer
Kann den Weichteilmantel verstärken und Übergänge kaschieren. Der Volumeneffekt ist begrenzt und nicht vollständig vorhersehbar.
Kapselbehandlung
Je nach Befund wird die Kapsel belassen, eingeschnitten, teilweise oder vollständig entfernt. Eine vollständige Entfernung ist ein grösserer Eingriff mit eigenem Risikoprofil und wird nicht pauschal durchgeführt.
Wenn eine Entfernung sinnvoller ist
Bei wiederholten Komplikationen, dünnem Gewebe oder verändertem Zielbild kann die Entfernung ohne Ersatz — mit oder ohne Straffung — die tragfähigere Lösung sein. Zur Entscheidungshilfe.
Implantatwahl in der Revisionschirurgie
Grösse, Profil, Form und Oberfläche werden anhand von Brustbreite, Gewebedicke, Hautmantel und bisherigem Verlauf gewählt. Kein Hersteller und kein Implantattyp ist grundsätzlich überlegen; entscheidend ist die Passung zum Befund.
Ein grösseres Implantat löst ein Formproblem selten und belastet Haut und Gewebe zusätzlich.
Narkose und Operation
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, in der Regel im Rahmen eines kurzstationären Aufenthalts. Umfang und Dauer hängen davon ab, ob zusätzlich Kapsel, Tasche oder Gewebeposition korrigiert werden.
Erholung
Ein reiner Wechsel verläuft häufig unkomplizierter als der Ersteingriff. Kommen Kapsel- oder Straffungsanteile hinzu, verlängert sich die Erholung entsprechend. Sitzende Tätigkeit ist meist nach etwa ein bis zwei Wochen möglich, Sport und Krafttraining folgen gestaffelt nach ärztlicher Freigabe. Die endgültige Form zeigt sich über mehrere Monate.
Risiken
Erneute Kapselfibrose
Eine Kapselfibrose kann nach einem Wechsel erneut auftreten; das Risiko ist bei Vorgeschichte erhöht.
Implantatfehllage
Verschiebung oder unbefriedigende Position können erneut entstehen.
Asymmetrie
Seitenunterschiede können bestehen bleiben oder neu auftreten.
Wundheilung
Nachblutung, Infektion, Serom und Wundheilungsstörungen sind möglich; voroperiertes Gewebe ist empfindlicher.
Revisionsrisiko
Jeder Revisionseingriff erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Eingriffe im Verlauf. Die vollständige Aufklärung erfolgt im persönlichen Gespräch.
Langfristige Nachkontrolle
Nach dem Eingriff sind regelmässige Kontrollen vorgesehen. Bewahren Sie den neuen Implantatpass auf; er dokumentiert Hersteller, Typ und Grösse.
Häufige Fragen
Müssen Implantate nach zehn Jahren gewechselt werden?
Nein. Ein festes Verfallsdatum gibt es nicht, und das Alter allein ist kein Grund für einen Wechsel. Implantate sind jedoch keine lebenslangen Produkte; regelmässige Kontrollen und eine Abklärung bei Veränderungen sind sinnvoll.
Ist ein grösseres Implantat die Lösung bei erschlaffter Brust?
In der Regel nicht. Ein grösseres Implantat belastet Haut und Gewebe zusätzlich und kann ein Absinken beschleunigen. Steht die Gewebeposition im Vordergrund, ist eine Straffung — allein oder kombiniert — die naheliegendere Überlegung.
Muss die Kapsel immer vollständig entfernt werden?
Nein. Das Vorgehen richtet sich nach dem Befund: Eine unauffällige Kapsel kann belassen werden, verdickte oder verkalkte Anteile werden teilweise oder vollständig entfernt. Eine vollständige Kapselentfernung ist ein grösserer Eingriff mit eigenen Risiken.
Wird eine bestehende Asymmetrie vollständig korrigiert?
Eine Annäherung ist in vielen Fällen möglich, vollständige Symmetrie lässt sich nicht zusichern. Unterschiede in Gewebedicke, Kapselverhältnissen und Brustwandform bleiben wirksam.
Weiterführend
- Brustchirurgie in Zürich — ÜberblickBehandlungsbereich
- RevisionschirurgieBehandlungsbereich
- Beschwerden nach einer früheren BrustoperationEntscheidungshilfe
- Implantatwechsel oder Entfernung?Entscheidungshilfe
- ImplantatentfernungVerfahren
- BruststraffungVerfahren
- BrustvergrösserungVerfahren
- Insights — RevisionBeiträge
Kosten eines Implantatwechsels
- Implantatwechsel — PERLECHF 7’500
- Implantatwechsel — Motiva RoundCHF 8’500
- Implantatwechsel — Motiva ErgonomixCHF 8’900
Der definitive Preis richtet sich nach dem geplanten Verfahren und gegebenenfalls erforderlichen zusätzlichen Massnahmen. Vor einer Operation erhalten Sie nach der persönlichen Untersuchung einen individuellen Kostenvoranschlag.
Die genaue Zusammensetzung des Behandlungspreises wird im individuellen Kostenvoranschlag ausgewiesen.
Ärztliche Beratung für operative Eingriffe: CHF 250
Bei anschliessender Buchung einer Operation bei uns wird die Beratungsgebühr vollständig auf den Operationspreis angerechnet.
Alle Preise ansehen →Behandelnde Ärztinnen und Ärzte
- Dr. med. Michael W. PayneFacharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
- Dr. med. Dr. Phil. Annemarie NijboerFachärztin für Chirurgie
Eine gute Entscheidung beginnt mit einem Gespräch.
Das Erstgespräch dient der Klärung, nicht dem Verkauf. Es endet nicht zwingend mit einem Operationstermin — oft mit der Erkenntnis, dass ein anderer Weg oder gar kein Eingriff der richtige ist.
Ablauf der Beratung
- 01
Gespräch
Wir hören zu: Anliegen, Vorgeschichte, Erwartungen und was Sie an sich verändert sehen möchten.
- 02
Untersuchung
Eine sorgfältige klinische Untersuchung und Beurteilung der anatomischen Ausgangslage.
- 03
Optionen
Mögliche Verfahren, Alternativen, Grenzen und Risiken — verständlich und ohne Zeitdruck erklärt.
- 04
Bedenkzeit
Sie entscheiden in Ruhe. Offene Fragen können in einem weiteren Gespräch geklärt werden.
Beratungstermin anfragen
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten. Unser Praxisteam ruft Sie während der Praxiszeiten zurück, um einen Beratungstermin in der Klinik Selnau zu vereinbaren.
