Verfahren
Labioplastik in Zürich
Die Form der inneren Schamlippen ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Grösse, Länge und Asymmetrie sind anatomische Normvarianten und für sich genommen kein Befund. Ein Eingriff wird nur dann erwogen, wenn daraus im Alltag Beschwerden entstehen und wenn die Erwartung dazu passt, was chirurgisch erreichbar ist.
Anatomische Vielfalt
Unterschiede in Länge, Form, Farbe und Symmetrie der inneren Schamlippen sind verbreitet und normal. Seitenunterschiede bestehen bei den meisten Frauen. Eine Behandlung ergibt sich nicht aus einem Vergleich mit Bildern, sondern aus dem individuellen Beschwerdebild.
Was eine Labioplastik adressieren kann
Reizung und Reiben
Wiederkehrende mechanische Reizung, Wundsein oder Druckgefühl im Alltag.
Sport
Beschwerden bei Aktivitäten mit Druck oder Reibung, etwa Radfahren, Reiten oder Laufen.
Kleidung
Druck oder Störgefühl bei enger Kleidung.
Asymmetrie
Deutliche Seitenunterschiede, die mechanisch stören oder als belastend empfunden werden.
Ästhetische Gründe
Auch ästhetisch begründete Anliegen sind ein legitimer Beratungsanlass. Sie werden ebenso sachlich beurteilt wie funktionelle Beschwerden.
Wenn keine Behandlung nötig ist
Bestehen keine Beschwerden, ist keine Operation erforderlich. Auch bei bestehenden Beschwerden kann zunächst geprüft werden, ob konservative Massnahmen — angepasste Kleidung, Hautpflege, Behandlung von Hautveränderungen oder Entzündungen — ausreichen.
Bei Jugendlichen, in der Schwangerschaft, bei akuten Entzündungen oder unklaren Hautbefunden wird zunächst nicht operiert, sondern abgeklärt und abgewartet.
Beratung und Untersuchung
Das Gespräch klärt die konkreten Beschwerden, ihren zeitlichen Verlauf und die Erwartung an das Ergebnis. Die Untersuchung beurteilt Ausdehnung, Symmetrie, Hautqualität, den Übergang zur Klitorisvorhaut sowie Vorbefunde wie Entzündungen oder Hauterkrankungen. Bei Bedarf erfolgt eine gynäkologische Mitbeurteilung.
Untersuchung und Beratung finden in geschütztem Rahmen statt; eine Begleitperson ist auf Wunsch möglich.
Chirurgische Prinzipien
Ziel ist eine funktionell entlastende, unauffällige Kontur mit erhaltener Sensibilität und spannungsfreier Naht. Es wird zurückhaltend reseziert: Eine zu weitgehende Entfernung lässt sich nicht rückgängig machen und kann zu Beschwerden führen.
Verschiedene Vorgehensweisen
Gebräuchlich sind unter anderem die randnahe Resektion entlang des freien Randes und keilförmige Techniken, die den natürlichen Rand erhalten. Beide Vorgehensweisen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile hinsichtlich Narbenlage, Randbild und Heilungsverlauf; keine ist der anderen grundsätzlich überlegen. Die Wahl richtet sich nach Befund, Gewebe und Beschwerdebild.
Narkose
Möglich sind örtliche Betäubung, gegebenenfalls mit Sedierung, oder eine Vollnarkose. Die Entscheidung richtet sich nach Umfang und Präferenz.
Erholung
Schwellung
Schwellung und Druckempfindlichkeit sind in den ersten Tagen am stärksten; Kühlen und lockere Kleidung helfen. Die vollständige Abschwellung dauert mehrere Wochen.
Hygiene
Empfohlen werden Spülen mit klarem Wasser nach dem Toilettengang, vorsichtiges Trocknen und der Verzicht auf reizende Pflegeprodukte. Die Fäden sind in der Regel selbstauflösend.
Sport
Leichte Bewegung früh; Aktivitäten mit Druck oder Reibung erst nach ärztlicher Freigabe, üblicherweise nach mehreren Wochen.
Geschlechtsverkehr
Üblicherweise für mehrere Wochen ausgesetzt und erst nach abgeschlossener Wundheilung und ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen.
Narben
Die Narben liegen im Randbereich oder in der Keillinie und sind meist unauffällig; sie reifen über mehrere Monate.
Empfinden
Ein vorübergehend verändertes Gefühl ist möglich und bildet sich in der Regel zurück.
Risiken und Grenzen
Asymmetrie
Ein vollständiger Seitenausgleich ist nicht planbar; kleinere Unterschiede können bestehen bleiben.
Wundheilung
Wundheilungsstörungen, Nahtdehiszenz, Nachblutung, Hämatom und Infektion sind möglich.
Über- und Unterkorrektur
Eine zu weitgehende Resektion kann zu Spannungsgefühl oder Beschwerden führen; ein verbliebener Überschuss kann bestehen bleiben.
Sensibilität
Dauerhafte Veränderungen des Empfindens sind selten, aber möglich.
Nachkorrektur
Eine Korrektur wird frühestens nach abgeschlossener Heilung beurteilt, üblicherweise nach mehreren Monaten.
Fragen, die sich vor einer Operation lohnen
Ab wann ist ein Befund behandlungsbedürftig?
Es gibt keinen Normwert. Massgeblich sind Beschwerden im Alltag, etwa Reiben, Druck oder wiederkehrende Reizungen. Bestehen keine Beschwerden, ist keine Behandlung erforderlich.
Wie lange dauert die Erholung?
Schwellung und Druckempfindlichkeit sind in den ersten ein bis zwei Wochen ausgeprägt. Sitzende Tätigkeit ist meist nach einigen Tagen möglich; die vollständige Abschwellung dauert mehrere Wochen bis Monate.
Wann sind Sport und Geschlechtsverkehr wieder möglich?
Leichte Bewegung ist früh möglich. Sport mit Druck oder Reibung, etwa Radfahren oder Reiten, sowie Geschlechtsverkehr werden üblicherweise über mehrere Wochen ausgesetzt und erst nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen.
Verändert sich das Empfinden?
Ein vorübergehend verändertes oder herabgesetztes Gefühl im Narbenbereich ist möglich. Dauerhafte Veränderungen sind selten, aber nicht auszuschliessen; sie gehören zur Aufklärung vor dem Eingriff.
Weiterführend
- Körperchirurgie — ÜberblickBehandlungsbereich
- Erholung realistisch planen
Kosten einer Labioplastik
- Labioplastik / LabienkorrekturCHF 2’900
- Labienkorrektur mit zusätzlicher Korrektur des KlitorismantelsCHF 5’900
Der definitive Preis richtet sich nach dem geplanten Verfahren und gegebenenfalls erforderlichen zusätzlichen Massnahmen. Vor einer Operation erhalten Sie nach der persönlichen Untersuchung einen individuellen Kostenvoranschlag.
Die genaue Zusammensetzung des Behandlungspreises wird im individuellen Kostenvoranschlag ausgewiesen.
Ärztliche Beratung für operative Eingriffe: CHF 250
Bei anschliessender Buchung einer Operation bei uns wird die Beratungsgebühr vollständig auf den Operationspreis angerechnet.
Alle Preise ansehen →Behandelnde Ärztin
- Dr. med. Dr. Phil. Annemarie NijboerFachärztin für Chirurgie
Eine gute Entscheidung beginnt mit einem Gespräch.
Das Erstgespräch dient der Klärung, nicht dem Verkauf. Es endet nicht zwingend mit einem Operationstermin — oft mit der Erkenntnis, dass ein anderer Weg oder gar kein Eingriff der richtige ist.
Ablauf der Beratung
- 01
Gespräch
Wir hören zu: Anliegen, Vorgeschichte, Erwartungen und was Sie an sich verändert sehen möchten.
- 02
Untersuchung
Eine sorgfältige klinische Untersuchung und Beurteilung der anatomischen Ausgangslage.
- 03
Optionen
Mögliche Verfahren, Alternativen, Grenzen und Risiken — verständlich und ohne Zeitdruck erklärt.
- 04
Bedenkzeit
Sie entscheiden in Ruhe. Offene Fragen können in einem weiteren Gespräch geklärt werden.
Beratungstermin anfragen
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten. Unser Praxisteam ruft Sie während der Praxiszeiten zurück, um einen Beratungstermin in der Klinik Selnau zu vereinbaren.
